irgendwie passten meine gedanken der letzten tage und das thema der heutigen predigt sehr gut zusammen. es ging um das geben.
wie die meisten, die mich kennen, wissen, dass das geld in meinem leben immer eine spezielle rolle spielte. nicht das ich viel davon hatte und mein leben ständig darum kreiste! nein, ich lernte in meiner kindheit, was es heißt sparsam zu sein und nicht alles besitzen zu müssen. aus meiner heutigen sicht kann ich sagen, dass ich sogar dankbar bin dafür und gutes für mich daraus gelernt habe. ich wuchs in einem lebenstsandart auf, der genügte um glücklich zu sein und der mir zeigte, dass besitz und viel geld nicht der hauptangelpunkt im leben sein müssen. sicher, sah ich dies als kind in manchen situationen noch nicht und ich fand es nicht so leicht zu sehen, was andere in meinem alter schon alles besaßen. aber heute hilft es mir einen "anderen" blick auf finanzen zu haben!
vor ein paar jahren, als ich an dem punkt stand einen job zu übernehmen in dresden, der nur über einen spenderkreis lief, gab es eine situation, die mich genau über dieses thema sehr ins nachdenken gebracht hatte und mich auch herrausgeforderte.
als ich darüber so nachdachte und mit freunden darüber sprach, sagte ein bekannter zu mir: "ruth, das geld ist für gott das kleinste problem!" und meine kinnlade stand offen, weil ich das nicht fassen konnte - da dies für mich immer ein großes problem war. wie sollte ich ohne geld und großen besitz versorgt sein??? aber gott bewies mir, dass es wirklich für ihn das kleinste problem war.
noch unsicher aber mit ein fünkchen vertrauen sprang ich ins ungewisse... ich begann diesen job beim stoffwechsel e.v. und gott ließ mich warnsinnige wunder erleben. ich arbeitete 1,5 jahre dort und ich musste nie hungern und konnte meine miete zahlen. ja, weil ich weiß, dass es nur gott sein konnte, der andere leute dazu bewegte mir - mir kleine person - geld zu geben ...nein sogar zu schenken (weil sie ja nichts dafür zurück bekamen!). krass, oder!??
auch dass der staat meine ausbildungskosten die letzten 3 jahre ganz und gar übernahm, ist für mich nicht selbstverständlich! ich hatte nie große schulden machen müssen. ich bin so dankbar darüber!!!
und heute verdiene ich geld - ich schwimme nicht im geld, aber ich bin in diesem "normalen" kreislauf des "geld bekommens & mit geld bezahlen können" drinne.
und nun möchte ich mit aufmerksamen blick durch meinem alltag gehen und gott fragen, wo ich geben kann. da ich selbst von der hingabe anderer menschen profitieren konnte und ich meine hingabe zu gott nun auch auf diese weise ausleben darf (es gibt auch noch andere weisen, wie man mit hingabe "geben" kann - aber das ist ein anderes thema) .
es gibt zwar so viele möglichkeiten heutzutage geld zu geben: hilfsorganisationen, kinder in not,... und wie ist es mit dem zehnten geben in der kirche?
im alten testament gibt es das gesetz, dass man seinen zehnten geben soll. in der kirchengeschichte wurde sehr viel druck damit gemacht und flasches gelehrt. und im neuen testament steht außerdem, dass wir nun durch jesus nicht mehr unter dem gesetz leben... sondern durch glauben errettet werden - nicht durch gesetze halten (was nicht aussagt, dass ich keine gesetze mehr halten sollte - nur der aspekt durch gesetze halten werde ich kein besserer mensch und komme nicht deswegen in den himmel). das heißt, für heute leben wir in der eigenen entscheidung, wie wir mit "geld geben" um gehen sollen. ich finde immer noch gut und wichtig, dass man seine kirche, in der man geht, unterstützen sollte, aber ich möchte auch - wie schon gesagt - aufmerksam sein, wen gott mir vor die füsse laufen lässt, den ich etwas geben kann.
diese woche gab es solch eine situation, wo ich merkte da ist ungerechtigkeit gewesen und jemand musste deswegen finanziell darunter leiden. ich trug den gedanken paar tage in mir, dass ich eigentlich geben kann und es mir dann nicht fehlen würde.
ich lebe nicht dafür, um mein geld anzuhäufen, um abgesichert zu sein - nein, erstens weil ich jetzt in diesem moment einen unterschied machen und helfen kann und zweitens weil ich nun auch weiß, wenn ich nicht abgesichert bin - werde ich trotzdem versorgt, weil gott auf mich achtet!